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Gameverbände BIU und Game werden zu „game“

gamerverbände fusionIn der deutschen Gamebranche hat es eine Fusionierung gegeben, die lange vorbereitet werden musste. Es gab schon einmal einen Versuch, dass der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und der Bundesverband der deutschen Games-Branche (GAME) sich zusammentun, nun, beim zweiten Versuch ist dies endlich gelungen. In Berlin unterzeichneten die beiden Verbände das Fusionierungsabkommen. Jetzt sind sie unter dem Namen game vereint. Game steht dabei ebenfalls für den Verband der deutschen Gamesbranche und wird ebenfalls das Kürzel e.V. führen, wenn der Verein im Register eingetragen wird.

Mehr Schlagkraft durch Fusion

Diese Fusion stellt ein Zusammenrücken der deutschen Game-Branche dar. Die gesamte Branche wird in Zukunft durch game in seinen Interessen vertreten. Bisher war es so, dass sich unter BIU vor allem die Publisher zusammengeschlossen hatten und unter GAME die Entwickler und Akteure der Branche organisiert waren. Nun sollen sie alle in einem ihnen übergeordneten Verband gleichzeitig vertreten werden. Unter die Interessen, die es nun zu vertreten gilt, fallen die Anliegen der Publisher, Entwickler, Hochschulen, Engagierten bei den eSports-Veranstaltungen, diverser Dienstleister und anderer. Game möchte sie alle hinkünftig gegenüber der Gesellschaft, der Politik und auch den Medien vertreten. Beispielsweise wird weiterhin für eSports gefordert, dass es endlich zur Anerkennung dieser Veranstaltung als Sportart kommt. Außerdem soll es für die eSports -Athleten Vereinfachungen geben, wenn es um die Beschaffung von Visa geht. Der Geschäftsführer dieser Fusion, Felix Falk, der bisher der Chef bei BIU war, sieht in dieser Zusammenführung einen bedeutenden Tag in der Historie der deutschen Gamebranche.

Der Zusammenschluss sei zukunftsweisend und eine Stärkung der Gamebranche hinsichtlich der Durchsetzung ihrer Interessen. Alleine die Ernennung von Falk nährte die Hoffnung, dass der erneute Anlauf zur Fusion diesmal gelingen würde und es zu einer ersten Annäherung der beiden Vereine durch Falk kommen würde. Dadurch, dass der GAME darauf verzichtete, nach dem Rückzug von Thorsten Unger einen neuen Geschäftsführer zu bestellen, wurden die Hoffnungen weiter genährt. Falk hatte sich durch seine bisherige Funktion als Geschäftsführer der USK bei beiden, BIU und Game bereits Respekt erarbeitet. Er trat immer als Brückenbauer zwischen beiden Vereinen auf, denn die USK wurde sowohl von der GAME als auch von der BIU getragen. Es hat auch GamesMarkt bereits Ende des Jahres 2016 spekuliert, dass Falk die Fusionsgespräche zu einem positiven Ende führen würde. Die GamesMarkt ist eine GmbH und ist seit August vergangenen Jahres auch Mitglied des Netzwerkes der BIU, dass man unter BIU.net findet. Die GamesMarkt unterstützt dabei auch als Gründungsmitglied den nun neuen Verband game und fungiert dabei als außerordentliches Mitglied. Mittlerweile wurde auch schon der neue Vorstand gewählt, der aus 5 Personen besteht.

Die weiteren Zuständigkeiten von game

Auch als Träger der gamescom, einer bekannten und weltweit größten Messe für Videospiele und Neuheiten hinsichtlich Gaming am PC, wird game nun auftreten. Als weitere Aufgabe neben der Interessenvertretung und der Schirmherrschaft über diese Messe nimmt game außerdem die Ausrichtung eines prestigeträchtigen Wettbewerbs auf sich – den Deutschen Computerspielpreis. Game zögert nicht damit, sich ein sehr ehrgeiziges Ziel zu setzen, denn es will dazu beitragen, Deutschland zur Nummer 1 bei der Spieleentwicklung zu machen. Zu den weiteren Verpflichtungen des game zählen die Gesellschafterfunktion der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle und einem Engagement bei der Stiftung Digitale Spielekultur. Ob es wirklich beim Namen game bleibt, ist noch unsicher, da man sich noch Vorbehalte sichert, bis es zum Zusammenschluss und auch der Eintragung im Vereinsregister kommt und dies dann den Namen besiegelt. Dies ließ game zumindest über eine Pressemitteilung verlautbaren und es ist auch auf der neuen Website des Verbandes überall zu lesen. Die neue Webseite ist jedoch schon ganz auf game ausgerichtet und präsentiert sich unter game.de mit allem Wissenswerten.

Für Interessierte gibt es ganz praktische Features, etwa einen Kalender der auf diverse branchenspezifische Veranstaltungen aufmerksam macht und an die Termine zur Einreichungen von Formularen für bestimmte Förderung erinnert. Als natürliche Person kann man höchstens außerordentliches Mitglied werden, alles andere wäre auch etwas sinnfrei – man muss lediglich mit dem Verkauf von digitalen Waren die mit Games zu tun haben, seinen Hauptumsatz machen. Unternehmen der Gamebranche, Entwickler und Publisher sind typischerweise die Mitglieder in diesem Verband, der die Gamebranche vertritt. Eine der größten Herausforderungen für game wird es in Zukunft wohl sein, mehr Förderungswillen bei der Politik zu erzielen.

Der lange Weg bis zur Fusion

Ein Zusammenschluss war schon vor 5 Jahren geplant worden und man hatte auch versucht, diesen bereits im Jahr 2013 umzusetzen. Schließich kam es nicht dazu, da es Uneinigkeiten hinsichtlich der strukturellen Ausrichtung die der neue Verband haben sollte, gab.

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